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Erfolgreiche Digitalisierung in der Wohnungswirtschaft – Erfahrungen der BBA – Akademie der Immobilienwirtschaft e. V., Berlin

Berlin, Mai 2019 Die Digitalisierung treibt seit Jahren Unternehmen aus allen Branchen um, auch die Wohnungswirtschaft. Die größten Digitalisierungstreiber kommen von außen, durch sich ändernde Kundenbedürfnisse und steigenden Wettbewerb. „Unserer Erfahrung nach fehlt oftmals der Treiber von innen – begleitet durch eine interne Digitalisierungsstrategie. Dazu gehört auch, dass Arbeitsweisen und Unternehmenskultur mit angepasst werden, sonst besteht das Risiko, dass Digitalisierungsvorhaben nur Insellösungen bleiben“, erklärt Sandra Niedergesäß, geschäftsführender Vorstand der BBA. Um einen Wandel des Denkens und Arbeitens zu ermöglichen, ist der Austausch untereinander und mit dem Markt entscheidend. ...

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Erfolgreiche Digitalisierung in der Wohnungswirtschaft – Erfahrungen der BBA – Akademie der Immobilienwirtschaft e. V., Berlin

Berlin, Mai 2019

Die Digitalisierung treibt seit Jahren Unternehmen aus allen Branchen um, auch die Wohnungswirtschaft. Die größten Digitalisierungstreiber kommen von außen, durch sich ändernde Kundenbedürfnisse und steigenden Wettbewerb. „Unserer Erfahrung nach fehlt oftmals der Treiber von innen – begleitet durch eine interne Digitalisierungsstrategie. Dazu gehört auch, dass Arbeitsweisen und Unternehmenskultur mit angepasst werden, sonst besteht das Risiko, dass Digitalisierungsvorhaben nur Insellösungen bleiben“, erklärt Sandra Niedergesäß, geschäftsführender Vorstand der BBA. Um einen Wandel des Denkens und Arbeitens zu ermöglichen, ist der Austausch untereinander und mit dem Markt entscheidend.

Komplexe Prozesse – fehlende Kapazitäten

Unterstützt von modernen Technologien wie mobilen Endgeräten, digitalen Plattformen oder Cloud Computing bietet die Digitalisierung Wohnungsunternehmen vielfältigste Möglichkeiten, um die Produktivität zu steigern, mehr Planungssicherheit bei hoher Flexibilität zu erzielen und vor allem die Kundenzufriedenheit zu verbessern.

Die Herausforderung: Bei der Prozessoptimierung und Prozessdigitalisierung müssen komplexe Abläufe mit vielen unterschiedlichen Akteuren berücksichtigt werden. Anforderungen von Interessenten, Mietern, Verwaltern und unterschiedlichsten Dienstleistern müssen dabei bedacht und koordiniert werden.

Neben dieser Komplexität sind laut wohnungswirtschaftlichen Digitalisierungsstudien die größten Hindernisse bei der Umsetzung digitaler Strategien der finanzielle Aufwand und der Mangel an Zeit, sich neben dem Brot-und-Butter-Geschäft auch noch digitales Know-how anzueignen. Oftmals fehlt entsprechend qualifiziertes Personal, das digitales Engagement und Wissen einbringt. Eine weitere Barriere stellen die Umsetzung und Akzeptanz des kulturellen Wandels im gesamten Unternehmen dar. Erst dadurch können sich Arbeitsabläufe, Arbeitsmethoden, Zusammenarbeit und Führung nachhaltig wandeln, sodass Digitalisierungsprojekte effektiv umgesetzt werden können.

Äußere Einflüsse stärker als innere Werte

Wohnungswirtschaftliche Unternehmen beschäftigen sich nach Erfahrung der BBA aktuell größtenteils mit veränderten Kundenbedürfnissen und digitalen Kundenservices. Interne Optimierungen und digitale Arbeitsmethoden werden noch selten genutzt – selbst bei vorhandener Möglichkeit werden Home-Office, flexible Arbeitszeiten oder auch digitale und mobile Anwendungen nur in Einzelfällen umgesetzt. In vielen Prozessen wird noch analog und mit viel Papier gearbeitet, obwohl entsprechende digitale Lösungen auf dem Markt oder sogar im Unternehmen zur Verfügung stehen. Auch die Chance, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, wird in der Branche selten genutzt.

Dazu ist vor allem die Analyse von vorhandenen und gezielt gesammelten (Kunden-)Daten notwendig. In diesem Bereich haben Wohnungsunternehmen einen großen Vorteil – so besitzen sie per se eine Menge an Informationen über ihre Kunden und den Markt. Die Entwicklung einer Datenstruktur und die Analyse der vorhandenen Informationen ist jedoch in nur wenigen Wohnungsunternehmen zu finden, was vermutlich den bereits aufgeführten Digitalisierungshindernissen zuzuschreiben ist.

In der Auseinandersetzung mit sich selbst liegen die größten Chancen. Nur so lassen sich die notwendigen neuen Arbeits- und Denkweisen entwickeln, die die technischen Möglichkeiten ausschöpfen. Aus den Erfahrungen, die die BBA mit erfolgreichen Digitalisierungsvorhaben in der Wohnungswirtschaft gesammelt hat, verbunden mit dem kontinuierlichen Expertenaustausch, ergeben sich nachfolgende Leitlinien für eine erfolgreiche Digitalisierung.

Leitlinien für eine erfolgreiche Digitalisierung im Sinne der Unternehmensziele

  1. Einsicht gewinnen: Digitalisierung sollte nicht um der Digitalisierung willen eine Rolle spielen, sondern als Hebel für die Unterstützung der eigenen Unternehmensziele effektiv und effizient genutzt werden.
  2. Erkenntnis ableiten: Digitalisierung unterstützt dabei, neue Anforderungen bewältigen zu können. Dabei sind eine flexible Strategie, Kreativität, eine Mischung aus Struktur und Freiraum, Agilität und das Setzen von zeitlichen Marken notwendig. Die Auseinandersetzung mit sich selbst macht es möglich, Chancen und Optimierungsmöglichkeiten im Unternehmen aufzudecken und die Sorge vor Digitalisierungsanforderungen zu minimieren.
  3. Zeit investieren: Um Digitalisierungsentwicklungen im eigenen Unternehmen voranzutreiben, sind spezifisches Digitalisierungswissen und -methoden notwendig. Für die Aneignung dieser müssen wohnungswirtschaftliche Unternehmen gezielt Zeit einräumen. Dadurch wird auch die Bedeutung des Digitalisierungsthemas im Unternehmen gefestigt.
  4. Personal entwickeln: Um die neue digitale Strategie umzusetzen, braucht es passende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es gilt, ein engagiertes Team zusammenzustellen. Oftmals erhöhen Mitarbeiterbefragungen, Partizipation, transparente Kommunikation und Führung sowie konstruktive Weiterbildung die Motivation, sich an Digitalisierungsprojekten aktiv zu beteiligen.
  5. Digitales Denken entwickeln: Um den für die Digitalisierung nötigen Treiber von innen zu erzeugen, ist es notwendig, sich intensiv mit sich selbst auseinanderzusetzen. Dazu gehören das Leitbild, die Unternehmensziele, die Unternehmens- und Führungskultur sowie die Arbeitsmethoden. All diese Aspekte sollen die Digitalisierungsvorhaben unterstützen und sind dementsprechend anzupassen.
  6. Prozesse optimieren: Digitalisierung kann nicht einfach analog ausgerichtete Prozesse überlagern und sie damit optimieren. Zunächst müssen vorhandenen Abläufe analysiert, verschlankt und an das Digitalisierungsziel angepasst werden. Erst dann ergibt sich durch den Einsatz von Technologie ein digitaler Prozess, der Arbeitsabläufe und -aufgaben effizienter und effektiver macht.
  7. Ziele priorisieren: Aufwand und Nutzen der Digitalisierung müssen (auch betriebswirtschaftlich) kalkuliert und Maßnahmen priorisiert werden, um ein optimales, leistbares Ergebnis zu erzielen. Übergeordnete Ziele sollten in Teilziele kaskadiert werden, um sich in der Komplexität zurechtzufinden und die Motivation nicht zu verlieren.
  8. Digitales Netzwerk aufbauen: Digitalisierung muss kein Alleingang sein. Der Austausch von digitalem Wissen und Erfahrungswissen mit anderen Unternehmen, Partnern, Dienstleistern, Start-Ups, Beratern und Verbänden führt dazu, dass neue Perspektiven und Fallstricke erkannt, Ideen generiert und Kooperationen eingegangen werden.

Insgesamt geht es darum, voneinander und miteinander zu lernen. Digitalisierungspotenziale, neue Geschäftsideen, gescheiterte und erfolgreiche Praxisbeispiele sind überall auf dem wohnungswirtschaftlichen Markt zu finden. Die BBA versteht sich hier als Plattform, auf der nicht nur praxisrelevante Inhalte vermittelt werden, sondern auch ein Dialog im wohnungswirtschaftlichen Netzwerk zu aktuellen Themen der Branche ermöglicht wird. Unter anderem mit der Veranstaltung „Digitale Dialoge: Wie sicher sind wir? Cyber-Risiken praktisch handhaben am 08. August 2019 im Deloitte Greenhouse, Berlin.

BBA – Akademie der Immobilienwirtschaft e.V., Berlin
Lützowstraße 106 | 10785 Berlin

www.bba-campus.de

Pressekontakt:

Gina Gebhardt
Veranstaltungs- und Marketingmanagerin
Kundenbetreuung & Interne Dienste
Telefon: 030 23 08 55-36
Telefax: 030 23 08 55 20
E-Mail: gina.gebhardt(at)bba-campus.de

Eine Dekade nach Gründungsbeschluss startet die private Berufsschule der BBA im Sommer 2019 sechszügig in ein neues Schuljahr

Berlin, 20. März 2019

Vor zehn Jahren, am 23. Mai 2009, beschlossen die Mitglieder der Akademie die Gründung einer privaten Berufsschule. Ziel war es, eine gute und zukunftsgewandte Ausbildungsqualität für die angehenden Immobilienkaufleute sicher zu stellen. Ein Wagnis. Ein Abenteuer. Eine hohe Investition: Ein tragfähiges Schulkonzept wurde erstellt und beantragt, Räumlichkeiten hergerichtet und bereitgestellt und ein Kollegium verpflichtet. Nach einer Reihe von Genehmigungsprüfungen und Anerkennungsverfahren war es im Sommer 2010 soweit: Die ersten 28 Unternehmen, überzeugt von dem Konzept der BBA, entsendeten ihre Auszubildenden und zwei Klassen gingen an den Start.

Was der Schule in die Wiege gelegt wurde: Der Schulterschluss zwischen den Wohnungsunternehmen und der BBA Berufsschule mit dem festen Willen, bestmögliches für den Branchennachwuchs zu realisieren. Ist das gelungen? Nach dem Mehrwert der BBA Berufsschule gefragt, äußert Jorg Busse, Personalleiter der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH:

„Da gibt es ja nun erfreulicherweise Vieles: Hohe Unterrichtsqualität, sehr engagierte und fachkundige Lehrer, gute Lernbedingungen, kleine Klassen, keinen Unterrichtsausfall und natürlich die überdurchschnittlichen Prüfungsergebnisse. Kurzum: Die (nahezu) perfekte Unterstützung der Ausbildungsbetriebe und ihrer künftigen Mitarbeiter bei der Bewältigung der gestiegenen Anforderungen an die Branche.“

Zum Konzept unter dem Motto „lernende Schule“ gehörte und gehört u.a. der Lernfeld- und Blockunterricht, das Ziel, die Schüler bestmöglich auf die Prüfungen vorzubereiten, zur Selbstständigkeit zu begleiten und zu lebenslangem Lernen zu ermuntern.

Das sehr engagierte Kollegium, mit seiner hohen fachlicheren Expertise, steht in enger Zusammenarbeit mit den Ausbildern im Dienst des Lernfortschritts der Auszubildenden und den Ausbildungszielen der Unternehmen. Viel wurde und wird von den Lehrkräften dafür entwickelt: Individuelle Lernskripte für jedes Lernfeld oder verschiedene Bausteine für die Prüfungsvorbereitung, Zusatzunterricht, ein digitales Klassenbuch und digitale Lernformate, praxisorientierte Exkursionen, ein attraktives Schulleben, ein regelmäßiger Dialog mit den Unternehmen und immer wieder: Konsequente Unterrichtsentwicklung am Puls der Zeit.

Im Ergebnis bestehen in der Regel nicht nur mehr Schüler die Prüfung, sondern sie schneiden auch besser ab, als der Berliner und der bundesweite Durchschnitt. Ab dem Schuljahr 2019/2020 wird neben 125 Schulplätzen für den neuen Ausbildungsjahrgang eine sechste Klasse eröffnet, in der die BBA Auszubildende mit entsprechenden Voraussetzungen und zweijährigen Ausbildungsverträgen mit einer hierauf abgestimmten Unterrichtsplanung unterstützt.

Frau Kerstin Radtke, Personal- und Organisationsverantwortliche der Wohnungsgenossenschaft "Glückauf" Süd Dresden e. G. erklärt zu den Vorteilen der BBA Berufsschule:

"Wir, als eine der großen Genossenschaften in Dresden, legen sehr viel Wert auf die Ausbildung unserer jungen Menschen zu Immobilienkaufleuten. Hierzu zählt auch eine perfekte theoretische Ausbildung. Dies ist bei der BBA gegeben.

Zudem nehme ich als Ausbilderin wohlwollend wahr, dass kaum Unterrichtsstunden ausfallen und wenn, sofort sinnvoller Ersatz erfolgt. Außerdem bietet der Schulstandort Berlin unseren Auszubildenden die Möglichkeit, vielseitige Erfahrungen zu sammeln, da sie mit den Auszubildenden aus Berlin und Brandenburg in regen Erfahrungsaustausch treten können. Sie erfahren völlig neue Umfeldbedingungen des Vermietungs- und Verwaltungsgeschäftes.

Ich persönlich empfinde es als sehr lehrreich, möglichst viele Facetten der Immobilienwirtschaft kennen zu lernen – die BBA ist hierfür genau der richtige Partner.“

10 Jahre nach Gründungsbeschluss findet die BBA und ihre Berufsschule ab 2020 eine neue Heimat für ihre Schüler, Mitglieder und Kunden im Roxy-Palast in Schöneberg und schlägt mit der Unterstützung ihrer Ausbildungsunternehmen ein neues Kapitel auf. Zu diesem Anlass veranstaltet die BBA für ihre Berufsschule und ihre Alumnis im Juni ein Sommerfest unter dem Motto: „Wer rastet, der rostet!“. Stolz blicken wir an diesem Abend gemeinsam auf eine Dekade Berufsschule zurück und geben einen Ausblick in die Zukunft

Kontakt:

Silke Hillenbrand
Stellvertretende Berufsschulleitung
Telefon: 030 23 08 55-27
E-Mail: silke.hillenbrand(at)bba-campus.de

Gina Gebhardt
Veranstaltungs- und Marketingmanagerin
Telefon: 030 23 08 55-36
E-Mail: gina.gebhardt(at)bba-campus.de