Auf unbekannten Wegen: Bildungsbergtour 2026
09.-11.09.2026Drei Tage. Viele Schritte. Noch mehr Perspektiven.
Vom 9. bis 11. September ging es für die Bildungsbergtour der BBA ins Erzgebirge. Das Ziel: gemeinsam mit Führungskräften und Unternehmenslenker*innen aus der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft über Werte, Führung und zukunftsfähiges Handeln nachzudenken. Und zwar nicht nur im Seminarraum.
Denn manchmal muss man raus aus dem beruflichen Trubel, um wieder klarer zu sehen.
Unter dem Motto „Auf unbekannten Wegen: Über Werte, Ambiguität & Anker“ ging es im Schlosshotel Purschenstein und auf den Wegen durch das Erzgebirge um eine Frage, die schnell komplex wird: Was gibt uns Orientierung, wenn die einfachen Antworten fehlen?
Was Arbeit wertvoll macht
Zum Auftakt ging es mit Sandra Balicki um Werte als Orientierung zwischen Leitbild, Unternehmensauftrag und persönlicher Haltung. Was braucht die Organisation? Was brauchen Mitarbeitende? Und wie sieht Führung aus, wenn Anspruch und Alltag aufeinandertreffen?
Theoretisch lässt sich vieles klar formulieren. Kniffelig wird es in der Praxis.
Genau dort setzte die Bildungsbergtour an: bei den Spannungsfeldern, die Führungskräfte kennen. Zwischen Bewahren und Verändern. Zwischen dem, was auf dem Papier richtig klingt, und dem, was im Alltag tatsächlich funktioniert. Und nicht zuletzt zwischen persönlichen Überzeugungen und den Anforderungen einer Organisation.
Am Abend wurde weitergedacht – bei einem Impuls von Lisa Jaspers zu „Unlearn Leadership“. Was haben menschenzentriertes Führen und Mustererkennung miteinander zu tun? Welche Glaubenssätze helfen uns weiter und welche dürfen wir vielleicht einmal auf den Prüfstand stellen?
Fifty-fifty. Theorie und Praxis. Kopf und Bauch.
Bei einer Wandertour am zweiten Tag durch das Erzgebirge mit Julia und Maria von der Wanderei ging es um Kraft, Orientierung und Herausforderungen. Und um die Frage: Können Werte eigentlich körperlich erfahrbar werden?
Beim Wandern zeigt sich schnell, was auch für Führung gilt: Man muss seinen Weg finden, die eigenen Kräfte einteilen und manchmal einen anderen Pfad einschlagen als ursprünglich gedacht.
Das gemeinsame Unterwegssein bot dabei etwas, das im Arbeitsalltag selten geworden ist: Zeit. Zeit für Gespräche, für neue Gedanken und für den Austausch mit Menschen, die ähnliche Herausforderungen kennen – aber nicht immer dieselben Antworten haben.
Raus aus dem beruflichen Trubel. Rein in den Perspektivwechsel.
In der Denkwerkstatt mit Christine Ehlers am dritten Tag erprobte die Gruppe das Format Mastermind nach Napoleon Hill, das Menschen in Systemen zum Erfolg verhilft. Beim Ressourcentratsch, oder auch positiven Gossip, nahm die Gruppe Ideen mit, wie sich Lästerei in wertschätzendes Übereinander Reden lenken lässt. Es wurde gemeinsam weitergedacht, Erfahrungen geteilt, Fragen zugelassen und Lösungsansätze entwickelt. Denn genau darum geht es bei der Bildungsbergtour: nicht am Ende mit einer fertigen Antwort nach Hause zu fahren. Sondern mit geschärften Perspektiven und vielleicht dem einen oder anderen Gedanken, der im Arbeitsalltag noch weiterarbeitet.
Bildung darf schließlich auch mal ein bisschen anders aussehen.
Mal wird diskutiert. Mal gewandert. Mal zugehört. Mal widersprochen. Und manchmal entsteht die wichtigste Erkenntnis ganz nebenbei – beim Abendessen, auf dem Wanderweg oder im Gespräch mit jemandem, der auf eine vertraute Herausforderung einen ganz anderen Blick hat.
Die Bildungsbergtour verbindet deshalb, was bei der BBA zusammengehört: Wissen und Erleben, Theorie und Praxis, Führungskraft und Mensch.
Ein herzlicher Dank gilt allen Teilnehmer*innen, unseren Impulsgeberinnen Sandra Balicki, Lisa Jaspers und Christine Ehlers sowie Julia und Maria von der Wanderei für die gemeinsamen Wege und Perspektiven. Ebenso danken wir unseren Partnern Vodafone und BEW Berliner Energie und Wärme GmbH für ihre Unterstützung.
Und wohin führt die nächste Bildungsbergtour?
Das wissen wir noch nicht. Es bleibt spannend.