Im Portrait:
Timo Kalisch, Veranstaltungsmanager bei der BBA
Neuer Job, neue Kolleg*innen, neue Situation. Es war ein ungewöhnlicher Start bei meinem neuen Arbeitgeber kurz vor dem Berliner Lockdown. Am 09. März 2020 trat ich meine Stelle bei der BBA im Bereich Inhouse & Geschäftskunden an.
Mein Name ist Timo Kalisch und ich bin 39 Jahre alt. Zuvor arbeitete ich bereits 10 Jahre in der Veranstaltungsbranche für verschiedene Unternehmen sowohl in Festanstellung, als auch auf selbstständiger Basis. Nebenbei fotografierte ich lange Zeit im Bereich Architektur. Meine Hauptaufgabe bei der BBA ist nun die Begleitung von Geschäftskunden, die von uns Inhouse-Schulungen und Organisationsentwicklungsprojekte konzipieren und organisieren lassen. Das alles von der Bedarfsabfrage, über Angebotserstellung, Organisation und Durchführung von Weiterbildungen sowie deren Nachbereitung. Zudem organisiere ich auch offene Präsenz-Schulungen in unserem Hause sowie Online-Seminare.
Der Zeitpunkt meines Einstiegs bei der BBA war aus zweierlei Gründen ein besonderer: Zum einen stand in Kürze der Umzug von der Lützowstraße in die Hauptstraße an, zum anderen sollte eine nie dagewesene Pandemie die gesamte Welt erfassen.
Die erste Woche verlief noch relativ normal, sofern man das vom Beginn bei einem neuen Arbeitgeber überhaupt behaupten kann, denn das ist ja immer auch ein wenig aufregend. Ich lernte die neuen Kollegen, die Geschäftsräume und die ersten Abläufe kennen, erfuhr, wie die Kaffeemaschine und die Telefonanlage funktioniert und an was der Spätdienst alles denken muss, bevor man die Räume verlässt. Dann erhielt ich einen ersten Überblick zu meinen Aufgaben im Bereich der Inhouse-Schulungen: Von der Anfrage eines Kunden über die inhaltliche Abstimmung mit diesem und dem Dozenten bis hin zur Angebotserstellung und Auftrags- und Dozentenbestätigung. Zur eigentlichen Durchführung einer Veranstaltung kam es nicht mehr.
Vom Lockdown – kurz vor unserem Umzug in den Roxy-Palast – war auch die BBA betroffen. Die Berufsschule musste für den Präsenzunterricht schließen und alle offenen Seminare, Tagungen und Inhouse-Schulungen wurden nach und nach abgesagt. Der Umzug fand am 20. März 2020 statt und alle Kolleg*innen halfen dabei. Danach wurden wir fast alle ins Homeoffice geschickt. Vor allem die Bereichsleitungen und die Geschäftsführung haben sich neben dem Corona-Krisenmanagement in den nächsten Wochen um das Auspacken und Einräumen der Umzugskisten, Aufstellen der Möbel, Nachhalten der Mängelbeseitigung am neuen Standort sowie das Einrichten der IT gekümmert. Ich sollte die neuen Geschäftsräume erst Ende Juli zum ersten Mal betreten.
In der Zeit zwischen April und Juni 2020 war ich vor allem damit beschäftigt, Termine von Veranstaltungen abzusagen und auf ungewisse Zeit zu verschieben sowie die Kunden, Teilnehmer und Dozenten darüber zu informieren. Dies gelang mir aus dem Homeoffice recht gut. Ich konnte mich bei diesen Tätigkeiten selber gut in das Managementsystem einarbeiten und fand mich immer mehr zurecht. Dank diverser Vorlagen und Anleitungen, die mir zur Verfügung gestellt wurden, konnte ich mir die Lösungen für manche Probleme oft selbst erarbeiten. Da ich bereits einige Arbeitserfahrung in verschiedenen Unternehmen habe und auch schon selbstständig von zu Hause arbeitete, bin ich mit eigenverantwortlicher Arbeit im Homeoffice vertraut. Hilfreich war auch, dass meine Kollegen bei Fragen stets für mich erreichbar waren. Besonders hervorzuheben ist hier der Kontakt zu meiner direkten Vorgesetzten Olga Kaschina. Sie wurde mir bereits, als „der netteste Mensch der Welt“ vorgestellt und es stellte sich heraus, dass das keine Übertreibung gewesen ist. Die Zusammenarbeit fand sofort auf Augenhöhe statt und mit viel Geduld und angemessenen Aufgabenstellungen führte sie mich an den Bereich Inhouse & Geschäftskunden heran.
Dass ich eine Tochter habe und die Kita aufgrund von Corona in dieser Zeit ebenfalls geschlossen war, stellte sich als wirkliche Herausforderung dar. Kinderbetreuung bei gleichzeitigem Homeoffice ist mit einem 6-Jährigen Kind fast unmöglich, da man immer wieder aus der Arbeit herausgerissen wird. Die BBA zeigte aber vollstes Verständnis und unterstützte alle Eltern des Unternehmens sehr. So waren die Voraussetzungen „remote“ zu arbeiten, exzellent. Ich konnte mir in dieser Zeit den Tag anders aufteilen und habe dann öfters eher in den Morgen- und Abendstunden gearbeitet, wenn das Kind im Bett war. Allerdings erhöhte sich auch der Konsum von Filmen und Serien meiner Tochter in dieser Zeit, damit man auch mal tagsüber „was schafft“. Beschwert hat sie sich darüber aber nie.
Dankbar bin ich dafür, dass mir die BBA, trotz der Krise, das Gefühl vermittelte: Wir schaffen das, keiner muss sich Sorgen um seinen Arbeitsplatz machen, keiner muss in Kurzarbeit (zu tun war aber auch wirklich mehr als genug aufgrund unserer Umstellung auf Online-Formate). Das finde ich bemerkenswert.
Mittlerweile hat der Präsenzbetrieb in der BBA langsam Fahrt aufgenommen. Die Berufsschule ist wieder geöffnet und auch in meinem Bereich finden die ersten Präsenzveranstaltungen wieder statt. Im nun laufenden Betrieb stelle ich aber fest, dass ich doch noch einige Dinge zu lernen habe, die für mich vorher noch nicht so offensichtlich waren.
Schon vor der Corona-Krise gab es hier einen sogenannten „Flexi-Tag“ pro Woche, an dem man von zu Hause arbeiten konnte. Aufgrund der Corona-Pandemie ist es aktuell so, dass man immer „remote“ arbeiten kann, wenn man möchte, sofern man keine Veranstaltung im Haus zu betreuen hat. Bei mir kommt dies derzeit zwei bis drei Mal die Woche vor. Ich empfinde diese Flexibilität als sehr angenehm, da ich zum einen gerne im Home-Office arbeite und es mich zum anderen auch bei der Kinderbetreuung entlastet. Ich muss meine Tochter somit nicht so oft in die Spätbetreuung im Hort geben, da ich mir meine Zeit gut einteilen und auch mal spät abends noch arbeiten kann. Die technischen Voraussetzungen dafür sind vom Arbeitgeber bestens bereitgestellt.
Allerdings lassen sich informelle Regeln, die Unternehmenskultur und Werte per digitaler Arbeit von zu Hause schon ein wenig schwieriger erfassen, als wenn man tagtäglich vor Ort ist. Auch Arbeits- und Kollegenbeziehungen sind natürlich leichter im direkten Umgang aufzubauen und zu vertiefen. Aber wenn man dann vor Ort ist, freut man sich umso mehr, das Team wieder zu sehen.
Meine Kollegen sind allesamt sehr hilfsbereit, ich habe aber in der Zeit der Coronakrise bemerkt, dass vieles im persönlichen Kontakt einfacher ist. Es ist für mich deutlich leichter, neue Dinge zu lernen, indem man diese einfach macht oder eben jemandem dabei über die Schulter guckt, als sich dazu Anleitungen in Textform durchzulesen und letztlich kann man eben auch nicht jedes Detail in einem Prozess festschreiben. Da am neuen Standort nun auch für einen Großteil der BBA’ler vieles unbekannt ist, fühle ich mich gar nicht mehr so sehr, wie der einzige Neue.
Inzwischen finden immer mehr Veranstaltungen in unserem Hause statt, so dass der neue Standort sich stärker mit Leben füllt, was ich als sehr schön empfinde. Die Arbeit von zu Hause ist eine tolle Sache, aber einige Dinge kann sie eben nicht ersetzen. Deshalb finde ich die aktuelle Hybrid-Lösung, mit einer Mischung aus Homeoffice und Präsenz im Büro, wie sie gerade bei uns umgesetzt wird, ideal.
Ich hoffe, dass es, dank unseres Hygienekonzeptes, lange bei dieser neuen Normalität bleibt, so dass meine Arbeitsabläufe durch den laufenden Betrieb immer mehr zur Routine werden können. Ich freue mich auf eine weitere, spannende Zukunft in der BBA.
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